Zahlen zur psychosozialen Lage

Geschätzte Zahl der in den letzten 12 Monaten von psychischen Störungen betroffenen 18- bis 65-jährigen Personen in der EU, Vergleiche 2005 und 2011

Auszüge einer Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien von Wittchen, H.-U. et al. (2011), The size and burden of mental disorders and other disorders of the brain in Europe 2010, European Neuropsycho-pharmacology 21, 655 – 679

Die Zunahme der Betroffenen in der EU basiert weitgehend auf der Einbeziehung neuer EU-Staaten.

Deutliche Zunahme von Burn-out

Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, AU-Tage im Jahresverlauf je 1.000 AOK-Mitglieder, 2004-2011
Quelle: Fehlzeiten-Report 2012, WldO2012

Während der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) des Robert Koch-Instituts litten 8,1% der befragten Teilnehmer an einer diagnostizierten Depression. 10,2% der Erkrankten waren Frauen, 6,1% Männer. Mit fast 10% war der Anteil der Betroffenen dabei unter den 18- bis 29-jährigen am höchsten. Der niedrigste Wert war bei den über 65-jährigen mit 6,3% anzutreffen. Der sozioökonomische Status war ebenfalls ein wichtiger Einflussfaktor. 13,6% der Erkrankten wiesen einen niedrigen, 7,6% einen mittleren und 4,6% einen hohen sozioökonomischen Status auf.

Die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) des Robert Koch-Instituts hat ermittelt, dass lediglich 1,4% der 18- bis 29-jährigen unter einem Burn-out-Syndrom leiden, dass jedoch 6,6% der 50- bis 59-jährigen betroffen sind. Frauen erkranken mit 5,2% häufiger als Männer mit 3,3% . Je höher der sozioökonomische Status ist, desto weiter verbreitet ist das Burn-out: Während 5,8% der erkrankten Teilnehmer einen hohen sozioökonomischen Status aufwiesen, waren mittlere (4,2%) und niedriger (2,6%) sozialökonomischer Satus beim Burn-out eher selten.

Anteil der Kinder und Jugendlichen mit einer Diagnose aus der Gruppe der „Psychischen und Verhaltensstörungen“ (F00-F99) in der ambulanten Versorgung, Bayer, 2014

2014 lag bei fast 470.000 GKV-versicherten bayerischen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren im ambulanten Bereich eine diagnostizierte psychische Störung vor. Das war etwa jeder vierte Heranwachsende, dies entspricht ca. 25% der Kinder und Jugendlichen in Bayern.

                                                                                    (aus BKK Faktenspiegel, Dezember 2009)
Arbeitsunfähigkeitstage in Mio. für Psychische und Verhaltensstörungen ab dem Jahr 2001

Quelle: Bericht Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2001-2010 als Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken vom 26.04.2012

Durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherte für Psychische und Verhaltensstörungen ab dem Jahr 2001

Quelle: Bericht Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2001-2010 als Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken vom 26.04.2012

Rentenneuzugänge wegen psychischer Erkrankungen

Rentenzugang in eine Erwerbsminderungsrente nach Altersgruppen aufgrund einer psychischen Erkrankung

Die nachfolgenden Tabellen weisen die Anzahl der Rentenzugänge in eine Erwerbsminderungsrente aufgrund einer psychischen Erkrankung (1. Diagnose) getrennt nach Geschlecht und Altersgruppen für die Jahre 2000  bis 2010 aus.

-Männer-

*) Ohne Renten für Bergleute wegen Vollendung des 50. Lebensjahres

Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugänge, verschiedene Jahre

-Frauen-

Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugänge, verschiedene Jahre

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