Aufruf zum Leben

Zahlen zur psychosozialen Lage

  • Häufigkeit seelischer Erkrankungen

    12 Monatsprävalenz psychischer Störungen Jacobi 2014

    Geschätzte Zahl der in den letzten 12 Monaten von psychischen Störungen betroffenen 18- bis 65-jährigen Personen in der EU, Vergleiche 2005 und 2011

     

    Diagnose (DSM-IV)

    12-Monats-Schätzung

    2005 (%)

    12-Monats-Schätzung

    2011 (%)

    12-Monats-Schätzung

    2005 (Millionen)

    12-Monats-Schätzung

    2011 (Mio.)

    Alkoholabhängigkeit

    2,4

    3,4

    7,2

    14,6

    PsychotischeStörungen

    0,8

    1,2

    3,7

    5,0

    Depressionen

    6,9

    6,9

    18,4

    30,3

    BipolareStörungen

    0,9

    0,9

    2,4

    3,0

    Panik-Störungen

    1,8

    1,8

    5,3

    7,9

    Agoraphobie

    1,3

    2,0

    4,0

    8,8

    SozialePhobie

    2,3

    2,3

    6,7

    10,1

    GeneralisierteAngststörung

    1,7

    1,7 - 3,4

    5,9

    8,9

    SpezifischePhobien

    6,4

    6,4

    18,5

    22,7

    Zwangsstörungen

    0,7

    0,7

    2,7

    2,9

    SomatoformeStörungen

    6,3

    4,9

    18,9

    20,4

    Essstörungen (Magersucht)

    0,4

    0,2 - 0,5

    1,2

    0,8

    PsychischeStörungeninsgesamt

    27,4

    27,1

    82,7

    118,1

    Auszüge einer Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien von Wittchen, H.-U. et al. (2011), The size and burden of mental disorders and other disorders of the brain in Europe 2010, European Neuropsycho-pharmacology 21, 655 – 679
    Die Zunahme der Betroffenen in der EU basiert weitgehend auf der Einbeziehung neuer EU-Staaten.

    Deutliche Zunahme von Burn-out

    Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, AU-Tage im Jahresverlauf je 1.000 AOK-Mitglieder, 2004 - 2011

    Quelle: Fehlzeiten-Report 2012, WIdO2012



    Während der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) des Robert Koch-Instituts litten 8,1 % der befragten Teilnehmer an einer diagnostizierten Depression. 10,2 % der Erkrankten waren Frauen, 6,1 % Männer. Mit fast 10 % war derAnteil der Betroffenen dabei unter den 18- bis29-Jährigen am höchsten. Der niedrigste Wert war bei den über 65-Jährigen mit 6,3 % anzutreffen. Der sozioökonomische Status war ebenfalls ein wichtiger Einflussfaktor. 13,6 % der Erkrankten wiesen einen niedrigen, 7,6 % einen mittleren und 4,6 % einen hohen sozioökonomischen Status auf.

    Die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) des Robert Koch-Instituts hat ermittelt, dass lediglich 1,4 % der 18- bis 29-Jährigen unter einem Burn-out-Syndrom leiden, dass jedoch 6,6 % der 50- bis 59-Jährigen betroffen sind. Frauen erkranken mit 5,2 % häufiger als Männer mit 3,3 %. Je höher der sozioökonomische Status ist, desto weiter verbreitet ist das Burn-out: Während 5,8 % der erkrankten Teilnehmer einen hohen sozioökonomischen Status aufwiesen, waren mittlerer (4,2 %) und niedriger (2,6 %) sozialökonomischer Status beim Burn-out eher selten.

     

    Anteil der Kinder und Jugendlichen mit einer Diagnose aus der Gruppe der „Psychischen und Verhaltensstörungen“ (F00–F99) in der ambulanten Versorgung, Bayern, 2014

     

    Kinder Psychische Stoerungen

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    2014 lag bei fast 470.000 GKV-versicherten bayerischen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren im ambulanten Bereich eine diagnostizierte psychische Störung vor. Das war etwa jeder vierte Heranwachsende, dies entspricht ca. 25 % der Kinder und Jugendlichen in Bayern.

  • Arbeitsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen

    (aus BKK Faktenspiegel, Dezember 2009)

    Arbeitsunfähigkeitstage in Mio. für Psychische und Verhaltensstörungen ab dem Jahr 2001

    Quelle: Bericht Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2001 – 2010

    aus Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken vom 26.04.2012

     

    Durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherte für Psychische und Verhaltensstörungen ab dem Jahr 2001

     

    Quelle: Bericht Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2001 – 2010

    aus Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken vom 26.04.2012

     

    zahlen folien 1605112

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    zahlen folien 1605113

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    zahlen folien 1605114

  • Vorzeitige Berentungen auf Grund von psychischen Erkrankungen

    Rentenneuzugänge wegen psychischer Erkrankungen

     

    vorzeitige berentung 2015

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     


     
     
    Rentenzugang in eine Erwerbsminderungsrente nach Altersgruppen aufgrund einer psychischen Erkrankung

     

    Die nachfolgenden Tabellen weisen die Anzahl der Rentenzugänge in eine Erwerbsminderungsrente aufgrund einer psychischen Erkrankung (1. Diagnose) getrennt nach Geschlecht und Altersgruppen für die Jahre 2000 bis 2010 aus.

     

    - Männer -

    *) Ohne Renten für Bergleute wegen Vollendung des 50. Lebensjahres

    Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugänge, verschiedene Jahre

     

    - Frauen -

    Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugänge, verschiedene Jahre

     

  • Stationäre Behandlungen wegen psychischer Störungen

    Stationäre Behandlungen wegen psychischer Störungen

       1990 1995 2000 2005

    2010

    Anzahl der Patienten mit psychischen Störungen im Krankenhaus je 10.000 Versicherten  37  42  55  70 85

    nach BarmerGEK Report Krankenhaus 2011

     

     

  • Statistiken nach Todesursachen in Deutschland

    Statistik Todesfälle 2017